Anleitung: Positionierung von Glyphen – Kleine Änderungen mit großer Wirkung
Schriftarten sind Sammlungen von Glyphen, die sorgfältig so gestaltet wurden, dass sie in nahezu jeder Reihenfolge harmonisch zusammenwirken. Manchmal entsteht die beste Typografie jedoch erst nach feinen Anpassungen.
Gelegentlich sind manuelle Anpassungen – wie beispielsweise die optische Verschiebung einzelner Zeichen oder Glyphen – erforderlich, um für das menschliche Auge ein visuelles Gleichgewicht herzustellen. Ohne diese kleinen Korrekturen können manche Zeichen unharmonisch oder fehl am Platz wirken. Auch wenn dies keine katastrophalen Folgen hat, können diese kleinen Unvollkommenheiten den flüssigen, nahtlosen Informationsfluss stören.
Eine gängige Anpassung betrifft die vertikale Ausrichtung der Glyphen, um deren Platzierung zu optimieren. Obwohl die meisten Designprogramme diese Feinabstimmungen einfach durchführen lassen, braucht es ein scharfes Auge und Liebe zum Detail, um zu erkennen, wann sie erforderlich sind.
In den meisten Schriftarten sind runde Klammern, eckige Klammern und geschweifte Klammern so gestaltet, dass sie vertikal um Kleinbuchstaben zentriert sind. Wenn sie jedoch Text in Großbuchstaben umschließen, sitzen sie oft zu tief. Werde diese Zeichen leicht anheben, um sie optisch an die Höhe des Textes in Großbuchstaben anzupassen, entsteht ein ausgewogeneres und ästhetisch ansprechenderes Erscheinungsbild. Dieses Prinzip gilt oft auch für Aufzählungszeichen und Rahmen.
Bindestriche und Gedankenstriche werden häufig so gesetzt, dass sie zwischen Kleinbuchstaben zentriert sind. Bei der Verwendung mit Großbuchstaben erscheinen sie jedoch zu tief. Eine leichte Anhebung sorgt für eine bessere Typografie.
Das Gleiche gilt für Aufzählungszeichen, Bindestriche und Verzierungen.
Sowohl das Symbol ™ als auch das Symbol ® werden als hochgestellte Zeichen im Verhältnis zum Fließtext gesetzt und erscheinen in der Regel in der oberen rechten Ecke des Wortes oder Logos, das als Marke geschützt oder registriert wird. Sie sollten kleiner als der Fließtext sein, aber dennoch groß genug, um lesbar zu sein.
Wenn Sie Ihre Typografie verfeinern möchten, um ein professionell wirkendes Ergebnis zu erzielen, sollten Sie diese wichtigen, aber oft übersehenen Details nicht außer Acht lassen.